Thursday, February 9, 2017

Monastiraki

Eigentlich will ich Nancy im Garten helfen, aber dann kommen Amina und Markus vorbei und wollen mich auf dem Rückweg mitnehmen. Aber dann fährt Max mit dem Motorrad nach Monastiraki und ich schließe mich an. 

Natürlich lassen mich Alex und Cecile meinen Kaffee nicht in der nächsten Taverne trinken, sondern laden mich auch ein auf ihre Terrasse mit dem wunderbaren Ausblick. Alles easy, wie schon die ganze Zeit irgendwie.


Nach einiger Zeit gehen wir eine kleine Runde durch das stille Dorf, ein Haus mit Blick aufs Meer ist für 200€ im Monat zu mieten und Cecile's Tochter braucht jemanden, der auf ihren kleinen Sohn aufpasst - gut zu wissen. 


Die anderen gehen zurück zum Haus, und ich folge den E4-Zeichen den Berg hinauf. Ich finde einen Knochen und nehme ihn mit für Amina. Weiter oben liegt ein alter Klettergurt mit einem verrosteten Hammer, daneben in einer Nische der Schädel eines Widders. Ich sehe das Meer auf beiden Seiten der Insel und freue mich über all das Gute, das ich in dieser kurzen Zeit hier schon erleben durfte. Auf dem Weg zurück komme ich der Ziegenherde in die Quere, die ich von oben schon gehört habe - ich setze mich auf einen Stein und lasse die restlichen dreihundert Tiere über die Straße gehen. 


Alex hat mir etwas vom Essen aufgehoben. Danke. Wieder mal. Dann brechen wir auf, die Sonne geht gerade unter und lässt die Wolken im Osten aussehen wie rosa Berge im Meer.

Es läuft immer noch.

Wednesday, February 8, 2017

Ankommen

Es läuft.

Agios Nikolaos

Hier war es leider nicht mehr so charmant. Die Stadt wirkt ausgestorben, all die riesigen Hotelkomplexe, die mir die Sicht aufs Meer versperren, und keine Menschen, um sie zu füllen. Ich merke richtig, wie dem Ort die Energie fehlt, die von den Menschenmassen im Sommer ausgeht. Die wenigen Einheimischen, die trotzdem ihre Cafés geöffnet haben, warten vergeblich auf Kunden.

Ich warte vergeblich auf jemanden, der mich nach Ierapetra mitnimmt, und fahre schließlich doch mit dem schrecklich überheizten Bus. Amina und Markus holen mich ab. Wir stellen fest - wir kennen uns. Die Welt ist ein Dorf und Techno ist schuld <3

Chersonissos

Schon der Flughafen von Iraklio war gestern Abend ziemlich ausgestorben, aber hier merkt frau so richtig, dass ohne Touristen nix los ist. Bissl traurig aber irgendwie auch charmant.

Tuesday, February 7, 2017

Ein paar Stunden in Athen

Schön wars, vor allem ganz ohne Gepäck (das ist am Flughafen geblieben) und ohne Plan. Links links rechts links geradeaus, wo es gerade interessant aussieht.

Bin ziemlich in Gedanken versunken und genieß, dass mich niemand kennt. Das macht die kurzen Begegnungen, die frau ja doch immer wieder hat, zum Beispiel im Supermarkt an der Kasse, gleich viel interessanter, und die Stunden, in denen kein Laut aus meinem Mund kommt, noch erholsamer.